Jausnrudern die Zweite

Ein schöner Sommertag mitte Juni, Sonnenschein, 30°, volle Donaustrände. Der diesmalige Donnerstag als Feiertag ließ den Clubabend ausfallen, was wieder die Gelegenheit für ein Jausnrudern erschaffen hat.

Die Idee ist ja ganz simpel: Boot nehmen, Essen und Zubehör einpacken, Ruderer reinsetzen und ein schönes Platzerl an der Donau ansteuern. Diesmal waren wir zu sechst, was uns ermöglichte das passendste Boot auszuwählen, das man sich für eine Ausfahrt mit Essen an Bord nur wünschen kann: Die Zechine; Schutzpatronin der Wirtsleute (frei nach Asterix*).

In freudiger Erwartung.

Bei Wasserstand 420cm – steigend – hat die Donau eine recht starke Stromgeschwindigkeit, außerdem war unser auserwählter Jausnstrand des Vorjahres immer noch überschwemmt. Deshalb Dank Hinweis unseres besten Fahrwartes Gerhard Rauscher als Alternativjausnstrand ausgewählt: Eine Wiese bei St. Margarethen.

Neuer Hochwasser-Jausnruderstrand.

Nach dem Ablegen um ca. 17:00 bei brütender Sommerhitze, schweißtreibendes und schwer zu steuerndes raufrudern im stark strömenden Strom bis zu einer kleinen Trinkpause am oberen Donaustrand ca. 5 km vom Bootshaus entfernt …. wars dann auch schon wieder vorbei.

Was? Ja. Der Hunger hat übers schwitzen gesiegt. Das, und eine eher dunkle Wolkenwand Flussaufwärts. Regenradar sagt, dass wir bis nach 8 Ruhe haben werden. Also schnell am Alternativstrand Boot rausheben; Schwimmnudellager. Schleunigst Decken ausbreiten, Wein und Most aufmachen, Brot schneiden. Wieder mal sehr köstliche Wassermelonen-Feta-Salate, mit dem Thermomix gezauberte Pizzaschnecken, selbstgemachter Kartoffelkäs und italienischer Salami.

Am Rückweg bot sich – um einiges früher als Vorhergesagt – ein beeindruckendes Naturschauspiel: Wolken in den verschiedensten Grau- und Schwarztönen haben den Himmel verdunkelt und sind rasend schnell auf uns zugekommen. Staub am Donauufer wird aufgewirbelt, und eine nicht zu unterschätzende Windsee entsteht. Sehr unwirklich! Und das alles in wenigen Sekunden. So muss es sich anfühlen, wenn einem wie bei Asterix der Himmel auf den Kopf fällt! Kurz vor der Winterhafeneinfahrt fängt es zu regnen an, und die letzten paar hundert Meter rudern wir im Hagel. Vollkommen durchnässt kommen wir am Bootshaus an, und freuen uns über die neuen Garderoben, die eben an diesem Vormittag fertiggestellt wurden :-).

Der Himmel fällt uns auf den Kopf (aua).

Was nach einem Jausnrudern – unter welchen Umständen auch immer – bis jetzt immer zu sehen war: Lachende Gesichter, volle Bäuche, viel zu viel Essen, und der Wunsch nach nochmal!

Pudelnass und weichgeklopft.

Bis zum nächsten Jausnen!
Daniel, Andrea, Manu, Matthias, Vero und Martin; von denen auch die Fotos sind.

Resources:
– Beitrag vom Vorjahr (Jausn-Rudern die Erste)

*… lose basierend auf dem Asterix-Universum in Kombination mit den Spendern des Bootes Zechine: Das Boot wurde aus den Wirtseinnahmen der Vereinsmitglieder finanziert und 1994 in Dienst gestellt.

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