175. Henley Royal Regatta

Nach langer Planung und Vorbereitung begaben wir, Reiner Sadleder, Christian Kössl (RGM München) und ich, auf die Reise nach London – Henley, zur 175. Auflage dieser schon fast Sagen umwobenen Royal Henley Regatta.  Bei unserer Vorbereitung für diese Reise dürfen keinesfalls unerwähnt bleiben, Ruderkollege Hermann Bauer von Wiking Linz, er besorgte uns die Eintrittskarten in die Regatta Eclosure für die Finaltage sowie Elfriede Stumptner die im Trikotlager noch zwei Embleme für unsere Sakkos fand.

Wer hier glaubt schon einmal eine große Regatta gesehen zu haben, wird eines besseren belehrt.  Unwahrscheinliche 100.000 Besucher pro Tag säumten die 1 Meile 550 Yard (2112 Meter) lange Strecke.

Ein Dresscode gebietet das Tragen von Anzug oder Sakko mit Krawatte für Männer und Kleid oder Rock, welche über das Knie reichen müssen, für Frauen.  Bis vor kurzem war auch noch ein Hut für Damen vorgeschrieben.  Weiters ist das Mitnehmen eines Rucksackes nicht erlaubt und  dazu kommt noch ein generelles Verbot des Telefonierens mit dem Mobiltelefon.  Eigene Stewards (Aufpasser) wachen über die Einhaltung dieser Vorgaben.

Besonders hervorzuheben sind die Vereinsblazer der verschiedenen Universitätsclubs, welche mit Stolz von den Ruderern, ob Teilnehmer oder Zuschauer, getragen werden.

An fünf Tagen werden die verschiedenen Rennen (Cups) ausgetragen.   Da es nur zwei Bahnen gibt, finden die Läufe bis zum Finale im K.O. System statt.  Man fährt gegen den Strom auf zwei Bahnen ohne Bojen mit einer festen äußeren Holzbegrenzung!  In ca. 5 Meter Entfernung zum Ufer kommen die Boote an den Zuschauern vorbei, welche lautstark anfeuern.

An der Stromseite machen Boote an der Holzbegrenzung fest und feuern auch von dieser Seite aus an.  Durch eine Schiebetafelsystem ist man über den Rennverlauf stehts informiert.  Der Abstand der Schiebetafeln signalisiert die Bootsabstände auf der Strecke.  Weiters sind feste Posten je viertel Meile instaliert die beim passieren des Rennens das führende Boot durch Signaltafeln anzeigen.

In diesem Jahr herrschte noch dazu steifer Wind gegen die Fahrtrichtung.  Diese 3 Komponenten, Wind, Gegenströmung und längere Strecke brachten manche Crew an ihre Limits und sorgte natürlich auch für überraschende Ergebnisse bei den Läufen.  In 20 Bewerben wurden Siegespokale vergeben.  In den Einern konnten sich die Favoriten Drysdale (NZL)  und Knapkova (CZE) sicher durchsetzen.  Im Thames Challenge Cup für Club Achter kam es überraschend zu einem Sieg durch die Frankfurter Rudergesellschaft Germania von 1869.  Sie kamen über ein hart erkämpftes Semifinale weiter und konnten sich im Finale bei einem Bord an Bord Kampf über die gesamte Strecke letztendlich durchsetzen.

Aber auch abseits der Rennen ist die Regatta gegenwärtig.  Im kleinen Ort Henley konzentriert sich alles auf diese Regatta.  Pubs und Restaurants haben ihre Kapazitäten erhöht und bieten zusätzliche Veranstaltungen (Life Musik, …) an.  Ein riesige Partymeile und ein großes Feuerwerk in der Nacht vor den Finalläufen bilden den Abschluss der Feiern.

Da unser Rückflug nach München erst zwei Tage nach dem Finale gebucht war, blieb noch Zeit zu einem Besuch des River & Rowing Museum, welches die Geschichte des Rudern in England darstellt und einige interessante Objekte vorweisen kann.  Anschließend besuchten wir noch die Universitätsstadt Oxford, die Ruderolympiastrecke in Eton sowie das königliche Schloss Windsor.

Rückblickend, eine Veranstaltung die man gesehen haben muss und seinesgleichen sucht.

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Christian von der RGM München und Reiner
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Achter vor der Tribüne
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Tribüne Richtung Ziel
Regatta Enclosure
Regatta Enclosure
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Originelle Regattabesucher
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Die Strecke
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Henley
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River&Rowing Museum
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Eton Olympiestrecke
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Eton Olympiastrecke
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Eton Rowing Club
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Siegerehrung
Regatta Enclosure
Regatta Enclosure
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Die Cups
Steward
Steward
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Sieger Drasdale NZL
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Sieger Germania DE
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Bordkampf um den Sieg

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Reiner, Christian K. und S.
Reiner, Christian K. und S.
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Schiff seiner Majestät

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