Zwei „Novizen“ nach Pöchlarn „geschleust“

Die erste Sternfahrt 2016 war in zweifacher Hinsicht spannend. Erstes Fragezeichen war das Wetter. Zweites Fragezeichen war die Mannschaft. Antonis Gitsas ein echter Rennruderer. Maurice Kos hatte sich im Winter durch seinen Ruder-Marathon am Ergometer einen Namen verschafft. Beide hatten allerdings noch nie eine Wanderfahrt absolviert – und dann gleich 88 km!

Ein Experiment, das voll funktionierte.

Isterboot 1, ein Männer-Doppelfünfer mit Harald Antensteiner am Schlag, Maurice Kos, Franz Ransmayr, Antonis Gitsas und Franz Haunschmidt startete um 07.30 Uhr bei leichten Ostwind von Linz gen Osten.

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Die Kraftwerke bei Abwinden-Asten und Wallsee waren schnell überwunden, in Grein wurden die leeren Tanks bei einem kurzen Landgang mit Gerstensaft gefüllt. Spannend war die Fahrt für alle, insbesondere für Maurice Kos und Antonis Gitsas, die erstmals Wanderruderluft schnupperten. Nach der Wildnis im Altarm von Wallsee (mit Krokodilen?), dem Panorama von Grein und dem gefürchteten Hößgang gelangten wir in die Öde des Persenbeuger Stauraumes. Unser Antonis Gitsas würzte die Fahrt dort mit Steigerungen bis Schlagzahl 30 und hielt damit die Moral und die Konzentration der Mannschaft hoch – perfekte Technik ließ uns dem Ziel schnell näher kommen. Dann genossen wir den Luxus einer Talschleusung in Ybbs. Wir mussten uns ohne Wartezeit die Schleuse lediglich mit zwei weiteren Ruderbooten des Rudervereins Stein teilen. Ein wahrer Genuss.

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Dort wurde uns allerdings der Unterschied zwischen einem Männer- und einem Damenboot deutlich vor Augen (besser: Ohren) geführt. Im Damenvierer der Rudervereins Stein gab es in den hallenden Wänden der 12 m hohen Staustufe einen Wettbewerb im Dauersprechen, bei uns beschränkte sich die Konversation auf klar angesagte Kommandos.

Zwei weitere Boote unseres Rudervereins setzten beim Ruderverein in Pöchlarn ein. Isterboot 2 mit Alex Weigl, Gerhard Rauscher, Gernot und Heide Schaller fuhr die gesamte Staustufe zwischen Melk und Ybbs ab und machte einen Abstecher in die Erlau (50 km).

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Isterboot 3 mit dem fitten Christian Mund und den Routiniers Carlo Böhm, Sieglinde Eicher und Henk van der Brie, der als ältester Teilnehmer der Wanderfahrt geehrt wurde, bewältigte eine Runde von 30 km.

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Die Überraschung des Tages bot allerdings das Wetter. Prognostiziert war ein später Wintereinbruch mit tiefen Temperaturen und Schneeschauer. Tatsächlich gab es leichten Ostwind, glattes Wasser und Sonnenschein. Kurz vor Ybbs spürten wir die ersten Regentropfen, die uns aber nichts mehr anhaben konnten. Erst am Ziel in Pöchlarn setzte Dauerregen ein, sodass wir kühles Fassbier, köstliche Grillkoteletts, Kaffee und Kuchen in den heimeligen Clubräumen des Pöchlarner Rudervereins genossen.

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Herzlichen Dank an Gerhard Rauscher, der den Boots- und Mannschaftstransport nach und von Pöchlarn wieder bestens organisierte.

Bericht von Franz Haunschmidt

Ein Kommentar

  1. Bravo, toller Bericht… und großen Respekt für Antonis und Maurice, bei der ersten Wanderfahrt gleich 88km zu absolvieren ist eine großartige Leistung… Lg. Harald Antensteiner

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