World Rowing Masters Regatta – Bled

Das Projekt WMRM:

Jedes Jahr findet die World Rowing Masters Regatta an einer anderen internationalen Regattastrecke statt.  Von 06. – 10. September 2017 trafen sich mehr als 4500 AthletenInnen der verschiedenen Altersklassen in Bled/Slowenien, um sich zu messen.

Die Planungsphase:

Bereits im Frühjahr nahm Robert Grieshofer (im weiteren Captain genannt) das Szepter in die Hand und begann aus dem Mastersteam eine Mannschaft für diesen, doch größten Ruderevent, zu formen.  Mit Franz Derfflinger, Gerald Ebner, Gernot Hofer, Antonis Gitsas, Gunter Sames, Heimo Hinterer, Karl Öllinger, Phil Stekl, Gerald Stumptner und mir (Christian Schramm) hatte der Captain bald seine Crew zusammen und wurde bei den Treffen die Zusammensetzungen, verschiedenen Bootsklassen und Altersklassen hieß diskutiert.  Aber auch unsere Damen bildeten ein Team mit Inge Stekl und Elke Nigl-Eder.  Als zentraler Trainingstag wurde der Sonntag Vormittag festgesetzt und der Achter in den Mittelpunkt gerückt.  Die berühmte Doodleliste folgte sofort und los ging´s.

Kleine und große Probleme:

Naja nicht so schnell, denn es waren ja noch Monate bis zur Regatta.  Die Trainingstermine auf Doodle waren bald ausgebucht, aber auch Probleme stellten sich ein.  Unser Captain lies aber nie locker, ausgefallene Ruderer wurden mit viel WhatsApp und Telefonkunst ersetzt.  Nach einem viralen Infekt und anschließender Handverletzung fehlte mir einiges an Training und so trat ich vom Projekt zurück.  Gunther plagte sich mit seinem „Ischias“ den ganzen Sommer, aber dies war noch nicht alles.  Zwei Wochen vor der Regatta traf das Verletzungspech unseren Chefwirt Gerald Ebner.  Mit der Kappsäge hatte sich Gerald an der Hand verletzt und ein Rudern für mehrere Wochen nicht mehr möglich.

Und da war er wieder unser „Captain“, Boote wurde umgesetzt, Alterslimits berechnet und die überzeugende Anfrage, im Achter die Mannschaft zu unterstützen.  Meinen Dienstplan konnte ich ändern und für den Masters D 8+ nachgemeldet werden.  Anreisen konnte ich am 07.09.2017 dem Tag des Rennens mit dem Captain und am Folgetag Rückreisen mit der Bahn, denn mein Dienstantritt war mit 09.09.2017, 06:00 geplant.

Eine einfache Frage:

Meine Gattin Anna stellte hier die ganz schlichte Frage: „Schatz, wie lange dauert eigentlich dein Rennen.“  Nicht ganz ohne Stolz antwortete ich: „Ich hoffe auf 3 Minuten und 5 Sekunden!“  Leichtes Kopfschütteln mit der Feststellung: “ 4 Stunden Autofahrt, 12 Stunden Zugfahrt für 3 Minuten Bootfahren – zahlt sich das aus??“  Aber dazu später 🙂

Rennvorbereitung „for Dummies“ in 10 Tagen: 

Wie bereitet man sich in 10 Tagen auf dieses Rennen vor?  Intervalle, Intervalle, ….  Als erstes mit Volker in den Doppelzweier und 30er in jedem Hafen, rauf auf den Ergometer und 1 Minuten Intervalle, einmal in den Achter und 500 Meter Rennsimulation und als Abschluss 2 Tage vor dem Rennen wieder einen 500er am Ergometer ==> mehr ging auch nicht.

Das Team legt los:

Der Captain ruft nach Unterstützung und alle springen auf.  Antonis hatte schon bald im Frühjahr Unterkünfte gesucht und vorreserviert.  Gerald Stumptner und Gunther teilen sich den Bootstransport.  Gerald Ebner als „non rowing member“ organisiert und reserviert für jeden Tag in Bled die gemeinsamen Abendessen.  Fahrgemeinschaften werden gebildet und der Rest muss einfach nur SCHRAUBEN und RUDERN.  Ein kleiner Faninnenclub zur Unterstützung ist natürlich auch dabei.

Non-rowing member im Einsatz

Es ist soweit:

Gerald hat am Mittwoch (06.09.2017) den Bootshänger nach Bled gezogen und die Logistik kennengelernt.  Ca. 1000 Boote und gut 200 Hänger werden beim Regattazentrum Bled verteilt, Akkreditierung für Sportler und Visitors ohne Wartezeiten ausgestellt – bewundernswert.  Der Captain, Steuermann Paul, „Cheerleader“ Bettina und ich kommen am Donnerstag (07.09.2017) vormittags an, da hatten Phil und Antonis schon ihre ersten Rennen hinter sich.  Wir bezogen unsere Zimmer und ab ging es zum Regattazentrum nahe dem Ziel.

Sattelplatz

Sicherheitskontrolle:

Zu erwarten waren natürlich auch Kontrollen.  Es wurden keine übertriebenen Maßnahmen festgestellt, jedoch wurden die Identitäten der AthletenInnen genauest beim Wassern und besonder am Siegesfloß geprüft.  Hier stand vor allem das Fairnessverhalten im Vordergrund, denn nur gleiche Altersgruppen sollten gegeneinander antreten.

Die Rennen:

Aufgrund des Masters Regulativ sind auch internationale Renngemeinschaften möglich.  So konnten Phil und Antonis mit ihren Freunden aus Amerika und Griechenland ebenso Boote bilden, als es auch eine Plattform „Find a Rowingpartner“ gab, um ausgefallene Ruderer zu ersetzen oder für die Mixed Bewerbe am Sonntag zu finden.

Mittwoch 06.09.2017:
Platz 2 // Männer E4+ //  Phil Stekl in RGM mit Occoquan International (USA)

Donnerstag 07.09.2017:
Platz 8 // Männer E2x // Phil Stekl in RGM mit Daniel Sayner (Occoquan International – USA)

Platz 6 // Männer E2x // Antonis Gitsas in RGM mit Ioannis Melachroinakis (OEA-NAB – GRE)

Platz 6 // Männer C4x // Robert Grieshofer, Gunther Sames, Heimo Hinterer, Franz Derflinger

Platz 1 // Männer D8+ // Robert Grieshofer, Franz Derflinger, Phil Stekl, Gunther Sames, Christian Schramm, Karl Öllinger, Heimo Hinterer, Gerald Stumptner, Cox. Paul Grieshofer

Freitag 08.09.2017
Platz 3 // Frauen F4x // Inge Stekl in RGM mit Lübeck (GER), Dresdner Ruderverein (GER) und WRC Lia (AUT)

Platz 4 // Männer C8+ // Robert Grieshofer, Franz Derflinger, Antonis Gitsas, Gunther Sames, Gernot Hofer, Karl Öllinger, Heimo Hinterer, Gerald Stumptner, Cox. Paul Grieshofer

Platz 1 // Frauen E2x // Inge Stekl in RGM mit Anne Boucher (New Haven – USA)

Platz 5 // Männer B4- // Robert Grieshofer, Franz Derflinger, Antonis Gitsas, Gunther Sames

Platz 1 // Männer F8+ // Phil Stekl in RGM mit Occoquan International (USA)

Samstag 09.09.2017:
Platz 2
// Männer D4x // Phil Stekl, Heimo Hinterer, Karl Öllinger, Robert Grieshofer

Platz 2 // Männer F4+ // Phil Stekl in RGM mit Occoquan International (USA)

Platz 5 // Frauen C2x // Elke Nigl-Eder in RGM mit Eva Grohmann vom WRV Donauhort

Platz 1 // Männer E2x // Phil Stekl  in RGM mit Occoquan International (USA)

Platz 2 // Frauen D4x // Inge Stekl in RGM mit Vilnius (LTU), Cambridge(USA) und WRC Lia (AUT)

Platz 2 // Männer A8+ // Robert Grieshofer in RGM mit Allemannia (GER) und  Abingdon (GBR)

Sonntag 10.09.2017:
Platz 2
// Mixed B8+ // Antonis Gitsas und Franz Derflinger in RGM mit  Daugava (LAT), Gloucester Rowing (GBR) und Riga (LAT)

Platz 5 // Mixed A2x // Antonis Gitsas in RGM mit Valentina Futoryanova  (1927 Cambridge GBR)

Platz 1 // Mixed E4x // Inge und Phil Stekl in RGM mit Occoquan International (USA) und WRC LIA

Platz 5 // Mixed C2x // Elke Nigl-Eder und Gunther Sames

Eine erfolgreiche Regatta ging bei wechselndem Wetter zu Ende und wir können Stolz sein auf

  • 5 Siege
  • 6 zweite Plätze
  • 1 dritter Platz

Antwort auf die Frage meiner allumsorgenden Anna:
Ja, es hat sich die lange Reise für diese 3 Minuten und 8 Sekunden ausgezahlt!!

 

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