Mohamed schreibt ägyptische Rudergeschichte in Luzern

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Bericht: Marianne Brandstettner

Mit einem historischen Erfolg beim dritten World Cup der Saison am Rotsee in Luzern hat Mohamed Kota (IST) ein Ausrufezeichen auf dem internationalen Parkett gesetzt. Der für Ägypten startende Einerfahrer erreichte das A-Finale und belegte dort einen hervorragenden fünften Platz gegen die besten Ruderer der Welt. Damit gelang ihm einer der größten internationalen Erfolge des ägyptischen Rudersports der vergangenen Jahrzehnte.


Besonders bemerkenswert ist dabei, dass Mohamed im Leichtgewichts-Einer an den Start ging, seine langfristige sportliche Zukunft jedoch bereits im offenen Männer-Einer sieht. Die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles sind das große Ziel – und dort wird er im Schwergewicht an den Start gehen. Der Erfolg von Luzern ist damit nicht nur ein außergewöhnliches Ergebnis im Hier und Jetzt, sondern auch ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu LA28.


Seit rund sechs Monaten trainiert Mohamed beim Ister Ruderverein in Linz. Seine Vorbereitung auf die internationale Saison absolviert er zwischen dem Bundesleistungszentrum in Ottensheim und dem Linzer Winterhafen. Kilometer um Kilometer auf der Donau, intensive Einheiten auf der Regattastrecke und die tägliche Arbeit an Technik, Ausdauer und Kraft bilden die Grundlage für seine beeindruckende Entwicklung in den vergangenen Monaten.


Luzern präsentierte sich einmal mehr als die „Wimbledon des Rudersports“: eine einzigartige Atmosphäre am Göttersee, begeisterte Zuschauer:innen sowie Rennen auf höchstem internationalen Niveau machten den World Cup zu einem besonderen Erlebnis. Gleichzeitig stellte die sommerliche Hitze die Athlet:innen vor zusätzliche Herausforderungen. Während viele mit den hohen Temperaturen zu kämpfen hatten, fühlte sich Mohamed fast ein wenig an seine Heimat Ägypten erinnert – Bedingungen, mit denen er bestens vertraut ist und die er entsprechend hervorragend meisterte. Bereits in den Vorläufen zeigte er seine Konkurrenzfähigkeit und schaffte den Einzug in das A-Finale. Im Endlauf behauptete er sich schließlich gegen die Weltelite und erreichte mit Platz fünf das beste Ergebnis seiner bisherigen Karriere auf dieser Ebene.


Die Saison ist damit jedoch noch lange nicht beendet. Mit den Mittelmeerspielen und den World Championships in Amsterdam stehen bereits die nächsten internationalen Höhepunkte bevor. Für Mohamed sind sie wichtige Zwischenstationen auf einem langfristigen Weg, der klar definiert ist: die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles.


Mohamed zeigt sich dankbar für die Unterstützung des Rudervereins Ister, der ihn auf seinem Weg begleitet und wichtige Rahmenbedingungen für seine sportliche Entwicklung schafft. Der Erfolg von Luzern zeigt eindrucksvoll, wohin konsequente Arbeit, Geduld und tägliche Trainingskilometer führen können – und dass die Reise Richtung LA28 gerade erst begonnen hat.

Fotos: World Rowing & M.B. privat

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