Vogalonga 2026

1

Bericht: Gerhard Rauscher

Zum 50. Mal fand heuer die Voga statt. Grund genug für uns mit ihr zu feiern, da wir ja auch einen Runden feiern, allerdings unser 150-jähriges Bestehen.

Und so machten wir uns im 50 Mann Bus und Isterbus mit Hänger auf den Weg nach Italien. Danke an Martin und Bernhard für die Mühe mit dem Zugfahrzeug nach Jesolo wo Stefan vom Ruderverein Nibelungen Klosterneuburg eine neue Einstiegstelle gefunden hat. Wir waren 27 Isterianer und haben für die 14 Nibelungen gleich das Hotel und die Busfahrten von Jesolo nach Punta Sabbioni mitorganisiert. Auf alle Fälle waren wir alle schon so bald in unserem schönen Strandhotel in Lido di Jesolo, sodass wir noch den Strand und Meer und die Strandbar ausnützen konnten. Am Samstag wurden die Boote in Jesolo aufgeriggert und in die Sile eingesetzt. Schöne 25 Ruderkilometer nach Punta Sabbioni waren der Lohn für die Mühen. Dort wurden die Boote auf verschiedenste Weise „hochseetüchtig“ gemacht, während sich der Landdienst zum Organisationskomitee der Voga mitten in Venedig auf den Weg machte.

Vollbepackt mit den Vogaleiberln und Startnummer ging es wieder quer durch Venedig zurück. Danke an Daniel, dass er das sehr komplizierte Buchen der Fähren und den verwinkelten Weg organisierte. Ein großes Lob an unser Hotel, das am Sonntag um 6 Uhr 30 ein volles Frühstücksbuffet auftischte. Dann die Anfahrt von Punta Sabbioni zum Start nach Venedig. Wir waren natürlich nicht die einzigen die sobald in der Früh die Lagune zum Start am Markusplatz überquerten. Dort kamen uns schon einige Frühstarter entgegen, die sich das Gedränge nach dem Startschuss ersparen wollten. Aber gerade die Vielzahl der verschiedensten Bootsgattungen sehr, sehr eng nebeneinander machen das Flair der Voga aus.

Vor Burano wurde dann die Pipiinsel ausgiebig genützt. In Burano selbst nützten dann die Gondel- und Barkenfahrer die Gelegenheit mit Ihren Booten direkt am Kai zu einer Pause anzulanden, während wir Ruderer nun auf dem Rückweg viel Platz hatten bzw. hätten, wenn nicht rücksichtslose Motorbootfahrer das Fahrverbot nicht einhielten. Ja wir Isterianer waren sicher im ersten Drittel der Teilnehmer die zum Canale di Cannaregio einbogen und uns wunderten, dass wir so viel Platz hatten. Wir brauchten nicht rudern, sonder glitten einfach durch den Canale wo uns die Feuerwehrtaucher bei den Brücken weiterschleusten. Die Stimmung der Zuschauer mit ihren „Bravi“-Rufen war einfach umwerfend. Eine Stunde später sah das schon ganz anders aus und es staute sich wie in alten Zeiten davor. Auch am Canale Grande glitten wir an den Palazzi einfach vorbei, unter der Rialtobrücke durch zum Ziel am Markusplatz wo wir nach einigem Gedränge noch unsere Urkunden und Medaillen empfangen konnten.

Das wahre Abenteuer begann aber erst jetzt. Die Rückfahrt nach Punta Sabbioni, jetzt wo alle Fähren, Vaporetti und Freizeitkapitäne unterwegs waren, rüttelten uns ihre Wellen ordentlich durcheinander und wir waren sehr zufrieden dass wir bei allen Booten einen Wellenschutz montiert hatten. Außerdem war Ebbe und man musste in den Wasserstraßen fahren um nicht auf Grund zu laufen. Alle waren zufrieden wieder den Strand zu erreichen. Gleich ging es in eine Pizzeria um uns zu stärken, zu ratschen und uns zu beglückwünschen. Anschließend wurden die Boote abgeriggert und verladen und der Rest des Tages am Hotelstrand verbracht.

Nach dem Abendessen und einem Besuch in einer der vielen Gelaterias saßen wir immer noch auf der Hotelterrasse zum Ratschen und Trinken. Montag in der Früh: Fahrt zum Tagliamento der zwischen Lignano und Bibione ins Mittelmeer mündet. Leider mussten wir die Boote ein Stück schleppen, da eine neue Mauer das direkte Einsetzen wie wir es von früher gewohnt waren verhinderte. Aber wieder Flussrudern ohne Salz bei einer tollen Farbe, was willst du mehr. Und da kein Wind ging und es daher keine Wellen gab ruderten wir auch aufs Meer hinaus um einen Blick auf den langen Strand von Lignano zu werfen. Nach der Bootsverladung ein weiterer Höhepunkt: das Baden im Tagliamento. Der Schweiß weg, alle Mühen vergessen und eine angenehme fast staufreie Heimreise.

Es hat alles gepasst: Warmes Wetter, schönes Hotel, gutes Essen, gemütliches Zusammensitzen, angenehme An- und Rückreise, keine Unfälle und vor allem nur angenehme und nette Ruderkameraden. Und besonders: 15 Teilnehmer die die Vogalonga das erste mal erlebten.

Noch mehr Fotos findest du hier!

1

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.