ÖM 2026 – Höhen und Tiefen bei jung und alt

1

Bericht: J. Campbell
Fotos: J. Campbell, V. Kuttelwascher, ÖRV

Die diesjährige österreichische Meisterschaft wurde wieder mal auf der neuen Donau veranstaltet. Vom 25. bis 27. September waren von Schüler*innen bis Masters alle Altersklassen vertreten, und trotz einige krankheitsbedingte Ausfälle waren die Ergebnisse aus istrianischer Sicht zufriedenstellend.

Der erste Höhepunkt kam gleich am Freitag Nachmittag, wo die Junioren-A-Vierer mit einer unerprobten Besetzung an den Start ging. Mit nur 2 Jun-B-Athleten mit in Wien (David Aigner, Vinzent Hack) waren die Rennen wo unsere Jungs fixe Medaillenchancen ausgerechnet hatten (JMB 4x, JMB 4-, JMB 2x) nur zum Teil durchführbar. Um so erfreulicher war es, die tolle Leistung von David und Vini im Junioren-A Doppelvierer gemeinsam mit Simon Campbell und Benedek Szeder zu sehen. Sie haben nach einem tollen Start das Feld lange angeführt, und ins Ziel tapfer gekämpft. Die Favoriten von WRK Donau haben dann doch einen gewaltigen Endspurt hingelegt, somit hat das Wochenende mit einem 2. Platz begonnen, auf dem die Jungs stolz sein können.

Am zweiten Renntag hat sich Wien von seiner schönsten Seite gezeigt; ein schöner Altweibersommer in Kombination mit einer für die Regattastrecke seltene Windstille haben den Sportler*innen und dem Publikum einen tollen Renntag beschert. Das war für unsere jungen Einer-Fahrer*innen eine große Erleichterung, obwohl die Konkurrenz natürlich nichts hergeschenkt hat. Durch ein unglückliches Time-Trial-Ergebnis ist Vinzent Hack (JMB 1x) im B-Finale gelandet, wo er mit einem Riesenvorsprung im Ziel gezeigt hat, dass er das Zeug für das Stockerl jedenfalls gehabt hätte.

Für Schülerinnen Carmen Schober und Franziska Leibetseder war ein großes Feld an Mitstreiterinnen. Für Carmen war es die erste Erfahrung mit dem Time-Trial-Format, und sie hat für ihre jungen Jahren einen tollen Kampf bis ins Ziel geliefert. In Franzis B-Finale war gab es einen langen Kampf um die zweite Position. In den letzten 200 Metern hat sich das Rennen entschieden, und Franzi sicherte sich den Gesamtrang 10. Im Junioren-A-Einer kam Simon auch unter dem Top-10 mit Gesamtrang 8.

Am Sonntag kam der für Wien typische Wind wieder auf, damit das Wochenende ja nicht ohne Schaumkronen verstreichen konnte. Die Sportler*innen haben tapfer und gekonnt die Verhältnisse gemeistert. Nadine Pesl hatte einen tollen Start in ihrem C-Finale, hatte aber Schwierigkeiten, über die Distanz ihren Vorsprung zu halten. Trotzdem lieferte sie einen verbissenen Kampf ins Ziel und konnte die letzte Gegnerin abhalten. Die Doppelzweier bei Schülerinnen (Franziska Leibetseder, Greta Sieberer) und B-Junioren (David Aigner, Vinzent Hack) haben sich jeweils einen Platz im A-Finale verdient, was in beiden Fällen ein tolles Ergebnis war.

In der Junioren-Doppelzweier haben Simon Campbell und Benedek Szeder ein tolles Rennen geliefert, und wieder Silber gemacht. In der Elite startete Justus Gschaider als einziger Istrianer der offenen Klasse im Leichtgewichts-Einer. Bis zu diesem Zeitpunkt haben sich die Verhältnisse im Vergleich zum ruhigen Vormittag gewaltig geändert, und ein Mitstreiter ist gekentert. Justus aber hat die Herausforderung toll gemeistert, und Bronze dafür geerntet. Gratulation für diese tollen Leistungen!

Masters – Rennen: Die üblichen Verdächtigen

Die Masters-Crews von Ister waren sowohl zahlreich als auch erfolgreich. Am häufigsten im Einsatz waren Harald Hoffmann und Heimo Hinterer, die im Doppelzweier einen entscheidenden Sieg feiern konnten. Harald hat sogar auch im Einer Gold gemacht, und beide holten mit Gunter Sames zwei Goldmedaillen (im 4x rundete Robert Grieshofer den Crew ab, und im 4- Phil Stekl). Die Herren haben es einfach darauf!

Noch ein Masters-Sportler, der überall dabei zu sein scheint – Antonis Gitsas hat es trotz Verletzung zweimal an den Start geschafft. Im Einer nicht lassen können – im Einer wurde es der fünfte Platz, und im Doppelzweier mit Jeffrey Campbell ist sich eine Silbermedaille ausgegangen. Volker Kuttelwascher hat sogar dankenswerterweise einen Moment festgehalten, wo die Beiden mit Milodanovic/Schützelhofer noch mitgehalten haben 🙂

Es konnte nicht anders kommen: Der frisch ergatterte 1876 ist in der Kategorie Masters E zum Einsatz gekommen, mit einer Besatzung voller klingenden Namen und spitzenmäßige Rudertechnik. Obwohl hier das Ergebnis nicht ganz so gut war, wie erhofft, haben die Sportler gleich das Beste daraus gemacht und den Aufruf für regelmäßiges, ernsthaftes Training angestimmt.

Diese Einstellung wünsche ich auch den Jungen Sportler*innen: auf die letzten Erfolge aufbauen und Enttäuschungen als Ansporn und Motivationsquelle für die Off-Season mitzunehmen. Somit werden wir jedes Jahr, als Mannschaft und auf individueller Ebene, stärker und besser. Unabhängig von der Medaillenspiegel ist es eigentlich das, wofür wir unsere Zeit in den Rudersport investieren.

Noch mehr Fotos gibt’s hier!

1

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.