Wanderfahrt Schärding – Tulln

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Bericht: Gerhard Rauscher
Fotocredit: Anna Berghamer

Teil 2 von Linz nach Tulln
Am Donnerstag wurden die Boote und teilweise die Mannschaft gewechselt. Am Floß erwartete uns Bernd Papinski mit Sekt und Süßigkeiten um das Boot „Hubert“ noch einmal zu taufen, uns eine Handbreit Wasser unter dem Kiel zu wünschen und die Jungfernfahrt des Bootes zu starten. Um bei allen Feierlichkeiten des RC Stein dabei sein zu können haben wir für 3 Nächte ein Hotel in Krems genommen – vielen, vielen Dank Gudrun und Alex für diese schwere Aufgabe der Herbergssuche in der Touristenregion zur Festivalzeit – und sind am ersten Tag bis Wallsee gerudert. Da die Donau sehr wenig Wasser führte war ein Überheben in Wallsee nicht möglich und wir mussten hier geschleust werden. Dann fuhren wir nach Stein, wo auch der Bootsanhänger gleich für die nächsten Tage abgestellt wurde, ab ins Hotel zum Duschen und Umziehen und zur 150 Jahr Feier des RC Stein.

Es war fast wie bei unserer Feier. Großartiges Wetter, viele Gäste, angenehmer Atmosphäre und eine ganz tolle Bootstaufe. In 20 Minuten waren 4 Boote samt kurzen Reden und kirchlichen Segen geweiht und mit je einer Flasche bestem Wachauer Wein übergossen. Ein Bild für Götter. Anschließend ruderten die Mannschaften die Boote in der Abenddämmerung 2x um die Steiner Brücke, bevor ein herrliches Abendmahl gratis (bzw. mit dem üblichen Spendenaufruf) bevorstand. Anscheinend ist es in kleineren Städten leichter Sponsoren für Speis und Trank zu finden.

Am Freitag fuhren wir mit dem Isterbus wieder nach Wallsee, wo die 2. Tagesetappe gestartet wurde. Im Hößgang gab es noch einmal einen kleinen Fahrer- und Ruderer Wechsel. Der leichte Wind meinte es gut mit uns und auch in Ybbs wurden wir schnell geschleust. Dann machte sich am Nachmittag die angekündigte Hitzewelle langsam bemerkbar und wir waren sehr froh als wir beim Ruderverein Pöchlarn aussteigen konnten und die gut gekühlten Getränke aus ihrem Kühlschrank genießen konnten. Anschließend Fahrt nach Krems, wo wir im Hotel ein umfangreiches Abendmahl zu uns nehmen konnten und noch den Abend bei einem Stadtheurigen beendeten.

Samstag: Tag der Sternfahrt. Gemeinsam mit uns starteten auch die Ottensheimer und die Nibelungen. Während wir uns in der Schleuse bei einem Motorbootfahrer einen Enterhaken ausborgen mussten um die Mätzchen des Schleusenwärters zu erfüllen, nahmen die Nibelungen die übliche Schlammpackung beim Überheben. Jetzt ging es gemächlich durch die Wachau, was wir eigentlich nicht wollten. Aber ein starker Schiffsverkehr und Wind stellten die Wellen ganz schön auf und wir mussten Blatt legen. Dafür der erste Höhepunkt des Tages:

Anlanden in Weißenkirchen und sofort hinein zum „Mang“ auf traumhafte Marillenknödel und gekühlte Getränken in einem herrlichen Gastgarten. Anschließend war es nicht mehr weit bis Stein. Wir waren pünktlich vor der Ankunftszeit der Sternfahrt am Floß, Boot versorgen, Platz suchen, Essen und Trinken genießen und mit unserer Platzierung zufrieden sein. Es waren 128 Ruderer am Start. Zirka 1.5 Stunden später landete unser Wibren, der an einem Tag bei diesen Verhältnissen die ganze Strecke von Linz nach Stein mit dem Einer gerudert war. Vom Veranstalter bekam er einen Sonderapplaus. Gegen 22 Uhr machen auch wir uns auf den Heimweg ins Hotel, da wir noch einen starken Tag vor uns hatten.

Sonntag: Packen, Verladen, Hänger nach Tulln überstellen und los ging es bei Windstille und glattem Wasser. Aber es hat sich trotzdem ordentlich gezogen. Beim Anlanden in Tulln waren wir ganz schön ausgetrocknet. Daher sofort Aufbruch zur Jausenstation wo wir ordentlich getankt haben und wahrscheinlich die Küche leergegessen haben. Tulln liegt verkehrsmäßig irgendwo in der Pampa und die Heimfahrt dauerte daher etwas länger.

Die ganze Zeit wurden wir von Karin Lummerstorfer mit dem Rad begleitet. Sie hat aber mehr als 50 weiter radeln müssen, da der Donauradweg doch oft sehr weit weg von der Donau angelegt ist.

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